• Enzymtherapie

Artikel Aktualisierung: 29.2026

Spezialgebiet: Enzyme


Die systemische Enzymtherapie - das steckt dahinter

Die systemische Enzymtherapie ist eine alternative Behandlungsmethode entzündungsbedingter Beschwerden, wie Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen. Doch wie genau funktioniert sie? Was sind Enzyme überhaupt und welche Rolle spielen sie in unserem Körper? 

Was sind Enzyme?

Enzyme sind unentbehrliche Bestandteile unseres Stoffwechsels, denn in unserem Körper laufen ununterbrochen Reaktionen, wie Abbau- Umbau und Aufbauprozesse ab. Damit diese Reaktionen in einem angemessenen Tempo stattfinden können, nutzt unser Körper Enzyme als Stoffwechselhelfer. Als Katalysatoren des Stoffwechsels beschleunigen sie an vielen Stellen das Reaktionsgeschehen und zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei der Reaktion selbst nicht verbraucht werden. 

Geschätzt gibt es ca. 150.000 unterschiedliche biochemische Reaktionen (Atmung, Wachstum, Verdauung, Energiegewinnung, etc.), die im Körper stattfinden und mit Hilfe von Enzymen ablaufen. Die meisten Enzyme im Körper sind Proteine, also Eiweißmoleküle und werden oft durch die Endung "-ase" gekennzeichnet. Klassische Enzym Beispiele sind die Katalase oder das Trypsin, welches als schon lange bekanntes Enzym, mit der anderen häufigen Endung "-in" in Gebrauch ist.

Bromelain: Das pflanzliche Enzym aus dem Strunk der Ananas hemmt Entzündungen und reduziert Schwellungen

Trypsin: Das tierische Enzym aus der Bauchspeicheldrüse wirkt entzündungshemmend und regt die Durchblutung an

Rutosid: Der antioxidative sekundäre Pflanzenstoff aus dem japanischen Pagodenbaum wirkt gefäßabdichtend und durchblutungsfördernd

Was haben Enzyme für eine Funktion?

Enzyme sind durch zwei Merkmale charakterisiert: sie sind wirkungsspezifisch und substratspezifisch. Wirkungsspezifität bedeutet, dass Enzyme eine spezifische Wirkung entfalten. Ihre Funktion ist es also nicht x-beliebige Reaktionen im Körper durchzuführen bzw. zu beschleunigen, sondern nur ganz bestimmte, wie z.B. das Abspalten einer spezifischen chemischen Gruppe von einem größeren Molekül. 

Im Gegensatz zur Wirkungsspezifität von Enzymen steht die Substratspezifität. Darunter versteht man, dass Enzyme nur mit gewissen Molekülen (Substrat) in Wechselwirkung treten können (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Als Substrat werden also jene Moleküle bezeichnet, die ein Enzym in seinem aktiven Zentrum binden kann. Wie ein Schüssel, der nur in ein bestimmtest Schloss passt. 

Bei einer von einem Enzym katalysierten, also angetriebenen, Reaktion wird also zunächst ein spezifisches Molekül (Substrat) an das Enzym im aktiven Zentrum gebunden. Durch diese enge Wechselwirkung wird die Struktur des Substrats verändert (z.B. eine chemische Gruppe abgespalten) und das Produkt wieder freigegeben. Danach ist das Enzym wieder frei für die nächste Reaktion. Es wird also nicht verbraucht, sondern steht fortlaufend zur Verfügung. 

Die Wirkweise von Enzymen

Was ist eine systemische Enzymtherapie?

Die systemische Enzymtherapie macht sich die Eigenschaften von Enzympräparaten gegen Entzündungen zu Nutze. Denn Entzündungen mit ihren typischen Symptomen wie Schwellungen und Rötungen spielen häufig bei Krankheiten wie aktivierten Arthrosen oder Weichteilrheumatismus eine Rolle und tragen maßgeblich zum Schmerzempfinden bei. 

Entzündungen sind grundsätzlich ein natürlicher Bestandteil des Heilungsprozesses, bei dem Entzündungsbotenstoffe, sogenannte Zytokine, freigesetzt werden. Teile dieses Prozesses sind sowohl entzündungsfördernde (pro-inflammatorische) als auch entzündungshemmende (anti-inflammatorische) Zytokine. Gerät das Gleichgewicht dieser zwei Zytokinfamilien aber in Schieflage, wird der Heilungsprozess behindert. Die Wiederherstellung des Gleichgewichts der Zytokine ist somit Voraussetzung, damit eine Verletzung abheilen kann. 

Die systemische Enzymtherapie nutzt bestimmte proteolytische Enzyme (z.B. pflanzliche Enzyme gegen Entzündungen wie das Ananasenzym Bromelain oder tierisches Enzym wie Trypsin) um das Gleichgewicht der Zytokine während einer Entzündung wieder herzustellen.

Entzündliche Gelenkschmerzen unterstützend behandeln

  • Wirkstoffe natürlichen Ursprungs
  • Bei schmerzhafter und aktivierter Arthrose

     

Wie funktioniert die Enzymtherapie von Wobenzym?

Damit der Überschuss an Entzündungsbotenstoffen im Körper abgefangen werden kann, müssen die Enzyme in den Körper aufgenommen werden. Das geschieht über die Darmschleimhaut. Nach der Resorption (Aufnahme) binden die Enzyme an das im Blut vorkommende alpha-2-Makroglobulin. Das ist ein Protein, das von speziellen Immunzellen, den sogenannten Makrophagen, im Zuge einer Immunantwort gebildet wird. 

Durch die Bindung der Enzyme an das alpha-2-Makroglobulin verändert sich dessen räumliche Struktur und geht in seine aktive Form über. Dadurch ist das aktivierte Molekül in der Lage überschüssige Zytokine zu binden und abzutransportieren. 

Die systematische Enzymtherapie von Wobenzym nutzt diesen Mechanismus, um das Gleichgewicht zwischen den Zytokinen (entzündungsfördernd und entzündungshemmend) wieder herzustellen und so den Heilungsprozess zu beschleunigen. 

Enzyme, die bei Entzündungen eingesetzt werden, unterdrücken also nicht die Entzündungsreaktion, sondern unterstützen und beschleunigen den natürlichen Vorgang und Ablauf der Immun- und Entzündungsreaktion. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt. 

 

Wann soll man Enzyme einnehmen? 

Die systemische Enzymtherapie ist inzwischen eine zunehmend beachtete und in klinischen Studien wirksam belegte Alternative bei entzündungsbedingten Schmerzen.

 

Bei folgenden Anwendungsgebieten kann die Enzymtherapie von Wobenzym unterstützend bei Erwachsenen zum Einsatz kommen: 

  • Schwellungen, Entzündungen oder Schmerzen als Folge von Verletzungen
  • oberflächlicher Venenentzündung (Thrombophlebitis)
  • Entzündung des Harn- und Geschlechtstrakts (Urogenitaltrakt)
  • Schmerzhafte und aktivierte Arthrosen (chronische Gelenkabnutzung) und Weichteilrheumatismus (Erkrankungsbild mit Beschwerden im Bereich von Muskeln, Sehnen, Bändern)

 

Wie lange dauert eine Enzymtherapie? 

Die Enzymtherapie von Wobenzym sollte so lange fortgeführt werden, bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind oder gemäß der Anweisung des behandelnden Arztes erfolgen. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 6 Tabletten, sofern vom behandelnden Arzt nicht anders verordnet wurde; die maximale Dosis von 12 Tabletten täglich soll nicht überschritten werden. Falls die Beschwerden nach 14 Tagen noch nicht abgeklungen sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da es sich um eine Erkrankung handeln kann, die einer ärztlichen Behandlung bedarf.

Wobenzym sollte mindestens 30 Minuten vor oder 90 Minuten nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Nur so kann eine optimale Wirksamkeit und Verträglichkeit der Enzymtherapie gewährleistet werden.

Die Tabletten können über den Tag verteilt oder als Einzeldosis unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Dennoch können gelegentlich Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Übelkeit oder Durchfall) auftreten. 

In seltenen Fällen kann es bei der Einnahme von Wobenzym-Enzympräparaten gegen Entzündungen zu allergischen Reaktionen kommen. Bei bekannten Allergien gegen einen Bestandteil von Wobenzym raten wir daher von der Einnahme ab. 

Patienten mit Blutgerinnungsstörungen sollten die Einnahme von Wobenzym zuvor mit ihrem Arzt besprechen, da es in Kombination mit blutverdünnenden Medikamenten oder bestimmten Antibiotika zu einer verstärkten Wirkung des Arzneimittels kommen kann. 

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass unter ärztlicher Aufsicht und Einhaltung der empfohlenen Dosierung eine Enzymtherapie in der Regel gut verträglich ist und keine schwerwiegenden Nebenwirkungen verursacht.

Häufig gestellte Fragen

  • Was ist Wobenzym?

    Wobenzym ist ein Enzympräparat gegen Entzündungen*. Was die Marke besonders macht, ist die erfolgreiche Nutzung von Enzymen als eine Enzymtherapie zur Beschleunigung des Heilungsprozesses. Die systemische Enzymtherapie von Wobenzym nutzt seit langer Zeit sowohl tierische als auch pflanzliche Enzyme gegen Entzündungen. Doch welche Enzyme helfen bei Entzündungen genau? 

    Wobenzym enthält eine speziell entwickelte Kombination aus dem pflanzlichen Enzym Bromelain und Trypsin (tierischen Ursprungs), sowie den Flavonoid Rutosid. Jedes der genannten Enzyme, sowie der sekundäre Pflanzenstoff Rutosid hat spezifische Eigenschaften, die für die spezielle Wirkung der Enzymtherapie wesentlich sind. 

     

    • Bromelain: ist ein pflanzliches Enzym aus dem Strunk der Ananas und bekannt dafür Entzündungen und Schwellungen zu reduzieren.
    • Trypsin: ist ein tierisches Enzym aus der Bauchspeicheldrüse und wirkt entzündungshemmend, zudem regt es die Durchblutung an
    • Rutosid (Rutin): ist ein antioxidativer sekundärer Pflanzenstoff, der aus dem japanischen Pagodenbaum gewonnen wird. Dieser ist sowohl Blutgefäße abdichtend als auch durchblutungsfördernd.

     

     * Als Folge von Verletzungen und verschleißbedingten Gelenkentzündungen (aktivierter Arthrose)

  • In welchen Fällen kann die systemische Enzymtherapie mit Wobenzym eingesetzt werden?

    Wobenzym ist ein Arzneimittel, das bei vielen Erkrankungen eingesetzt wird, die auf Entzündungen zurückzuführen sind. Wobenzym setzt an der Ursache an, anstatt nur Symptome zu lindern. Die Unterstützung der Behandlung durch Wobenzym zeigt sich hilfreich bei einer Vielzahl von Beschwerden: 

    • Schwellungen, Entzündungen oder Schmerzen als Folge von Verletzungen
    • oberflächlicher Venenentzündung (Thrombophlebitis)
    • Entzündung des Harn- und Geschlechtstrakts (Urogenitaltrakt)
    • Schmerzhafte und aktivierte Arthrosen (chronische Gelenkabnutzung) und Weichteilrheumatismus (Erkrankungsbild mit Beschwerden im Bereich von Muskeln, Sehnen, Bändern)

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